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Leichtheit, Losgelassenheitxxxx
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der vergessene Grundsatz
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Bei meiner Arbeit mit Pferden orientiere
ich mich an den Lehren der zwei bedeutendsten Reitmeister: François
Robinchon de la Guérinière und
Gustav Steinbrecht. Die
Lehren dieser Meister befinden sich im Einklang mit den Erkenntnissen
aus der Physiologie, Anatomie und Psychologie des Pferdes.
Auf diese beiden Meister, liebe Leserin,
lieber Leser, berufen sich angeblich "eigentlich" fast alle.
Die FN beruft sich darauf , Dressursportreiter,
"Barockreiter", "Klassischreiter", einige Showreiter,
einige "Freizeitreiter" und einige Westernreiter.
Doch obwohl sich ja fast Alle "eigentlich" auf diese Meister
berufen, sieht man sehr selten ein Pferd, dass nach den Lehren dieser
Meister als ausgebildet und geritten gelten kann.
Tatsächlich ist die Lehre dieser
Meister so gut wie vollständig in Vergessenheit geraten oder wird
ins Gegenteil verdreht, sehr zum Nachteil der körperlichen und seelischen
Gesundheit der Pferde.
Was ich hier auf meiner Homepage beschreibe,
ist die Essenz der Lehre dieser beiden Meister.
Leichtheit ist nicht dadurch gekennzeichnet,
dass man die Zügel durchhängen lässt oder die Hilfen aussetzt
! Dies für das Kenzeichen von Leichtheit zu halten ist ein großer
und weitverbreiteter Irrtum.
Das entscheidende Kriterium und Kennzeichen
echter Leichtheit und Losgelassenheit ist im nachfolgenden Satz beschrieben:
Die Arbeit mit Leichtheit, Losgelassenheit
ist gekennzeichnet durch die Abwesenheit jeglicher Verspannungen, sowohl
körperlicher, als auch mentaler und seelischer Art.
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Leichtheit, Losgelassenheit, Harmonie
und Anmut sind untrennbar miteinander verbunden, bedingen und ergänzen
sich gegenseitig und werden durch körperliche Überforderung,
seelische Überforderung, Gewalt und Stress ausgelöscht.
Die echte Leichtheit und Losgelassenheit
ist nicht ein End - Ziel der Ausbildung
sondern eine unverzichtbare Voraussetzung bei der Arbeit mit Pferden von
Anfang an und in allen Stufen der Ausbildung des Pferdes. Eine Arbeit
ohne Leichtheit und ohne Losgelassenheit ist nicht nur wertlos sondern
schädlich.
Woran man erkennt, ob Leichtheit und Losgelassenheit vorhanden sind, wird
im nachfolgenden Text beschrieben.
Ein Pferd im Sport als Sportgerät,
in Shows als Show-gerät oder als Freizeitspiel-Gerät zu gebrauchen
und zu verbrauchen, zu "verheizen", seine seelische oder körperliche
Gesundheit zu schädigen ist das genaue Gegenteil zu den Lehren der
Meister und damit das Gegenteil zu der Arbeit nach klassischen Grundsätzen,
ganz egal, welche Übungen dabei ausgeführt werden!
Oberstes Ziel ist es, ein gehorsames und
rittiges Pferd zu haben, ein Pferd, das in jeder Situation entspannt,
vertrauensvoll und freudig auf die Hilfen des Reiters eingeht. Es soll
leicht und angenehm zu reiten und in seinen Gängen zu regeln sein,
und so bestechend, wie es seine Voraussetzungen zulassen.
Die echte Leichtheit ermöglicht es
dem Pferd alle Lektionen und Bewegungen losgelassen, im Takt und voller
Energie ohne jegliche Verspannungen oder Blockaden in Muskeln oder Gelenken
auszuführen, das Pferd kann sein Potential in vollem Glanz mit freudigem
und stolzen Selbstbewusstsein entfalten.
Echte Leichtheit ist unverzichtbare Voraussetzung für vollkommenes
Verstehen und Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Sie ermöglicht
eine unmittelbare Kommunikation mit dem Pferd, von der manche träumen,
die meisten jedoch nicht einmal erahnen, dass dies möglich ist. Reiten
wird zu einem einzigartigen Vergnügen und Erlebnis.
Reiten mit Leichtheit hängt nicht ab von der Rasse oder Größe
des Pferdes, wie manche irrtümlich meinen, sondern von den Fähigkeiten
und der Ausbildung des Reiters.
Wie man zur echten
Leichtheit gelangt ist zentrales Thema
in meinem Unterricht.
Unabdingbare Voraussetzung ist eine leichte, gefühlvolle Hand des
Reiters. Voraussetzung für eine leichte gefühlvolle Hand ist
ein ausbalancierter, natürlicher, losgelassener Sitz , der das fühlende
Eingehen in die Bewegungen des Pferdes ermöglicht.
Dies ist nur möglich mit einem äußerst fein ausgebildeten
Körpergefühl. Gezielte Übungen, die von mir entwickelt
wurden, um das Reitergefühl zu fördern, helfen dabei, dieses
Körperbewusstsein zu erlangen.Nur
wer sein Pferd wirklich liebt, wird diesen Weg gehen können.
Der
Weg zur echten Leichtheit erfordert Lernbereitschaft, viel Zeit, Mut,
Ausdauer, Geduld und natürlich das entsprechende Wissen.
Die
gute Absicht und er gute Wille alleine reicht nicht aus. Unabdingar ist
das entsprechende Wissen und dieses Wissen in der Praxis umzusetzen. Viele
glauben, fein und mit leichter Hand zu Reiten und nehmen gar nicht wahr,
wie grob und gewaltätig sie tatsächlich sind.
Das
dazu nötige Wissen und die praktische Umsetzung wird in den üblichen,
"normalen" Lehrgängen und Ausbildungen nicht vermittelt
und ist, auch im Dressursport und im gesamten FN-Bereich, so gut wie vollständig
in Vergessenheit geraten. Woran man dies feststellen kann, wird im nachfolgenden
Text aufgezeigt.
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Ein mit leichter Hand
in "Leichtheit", gerittenes Pferd: Pferd ist im Gleichgewicht,
mit aktiv noch vorne schwingender Hinterhand.
Nasenlinie ist leicht vor der Senkrechten. |
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Reiten mit Leichtheit
im Unterricht. Passage mit Schulpferd. Die Schülerin kann sich
in die Hilfengebung hinein fühlen, die Kontrolle bleibt am Anfang
beim Ausbilder. |
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Reiten mit Leichtheit
fördert das seelische und körperliche Wohlbefinden des Pferdes,
das Potential des Pferdes kann sich in vollem Glanz entfalten. Leistungsfähigkeit
und die Leistungsbereitschaft bleiben bis ins hohe Alter erhalten.
Fehlt die Leichtheit, dann führt das zu Blockaden und Verspannungen,
die sehr oft zu körperlichen und seelischen Schäden führen.
Verspannungen zu erkennen, sie durch richtige
Arbeit zu lösen oder erst gar nicht entstehen zu lassen ist deshalb
die Aufgabe des verständigen, einfühlsamen Reiters, der nach klassischen
Grundsätzen arbeitet.
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Sehr oft zu sehen, Reiten mit Kraft: Heruntergeriegelte, heruntergezogene,
festgehaltene, verspannte Pferde.
Pferd ist nicht im Gleichgewicht, sondern auseinandergefallen
und auf der Vorhand. Verursacht durch die harte Reiterhand geht
das Pferd hinter dem Zügel, d.h. die Nasenlinie ist hinter
der Senkrechten. Dies führt zu Verspannungen im Rücken,
insbesondere im Bereich der Lendenwirbel.
Kennzeichen der Verspannung: Das
Pferd geht hinter dem Zügel,
die Kruppe ist nach hinten herausgestellt,
der Rücken ist weggedrückt,
das Vortreten der Hinterhand ist blockiert. Das Pferd geht mit
schleppender Hinterhand, die
auch noch am Boden entlang schleift.
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Woran man Verspannungen erkennt und welche, oftmals schwere, körperliche
und seelische Schäden sie dem Pferd zufügen, wie
sie entstehen und wie man sie vermeidet ist ein wesentliches Thema im Unterricht.
In meinem Unterricht erkläre ich diese Zusammenhänge ausführlich
und anschaulich. |
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Im Jahre 1958 wurden bedauerlicherweise
der Begriff der Leichtheit und die Kriterien derselben aus dem Reglement
für Dressurprüfungen gestrichen.
Die Folgen sind unübersehbar:
Das
Wissen und die Praxis um die Ausbildung des Pferdes mit Leichtheit und Losgelassenheit
sind weitestgehend in Vergessenheit geraten.
In der üblichen Trainer, Bereiter und Reitlehrer-Ausbildung wird dieses
Wissen und die praktische Anwendung nicht vermittelt.
Das Reiten mit Kraft und Gewalt ist üblich und gilt als ganz "normal"
und wird in der Regel gar nicht so empfunden, ja manche bezeichnen dies
sogar noch als "Feines Reiten", und sehr viele meinen, es ginge
gar nicht anders und müsse so gewalttätig sein - ein erstaunlicher
Mangel an Wissen wird hier ganz deutlich offenbar.
Leider wird diese Gewalt - und Kraftreiterei auch noch dadurch gefördert,
dass die gewalttätigen Reiter/innen mit ihren verspannten Pferden in
den Turnieren mit vordersten Platzierungen belohnt werden. Und dies gilt
auch für die internationalen Wettbewerbe auf "höchstem"
(gewalttätigen) Niveau. Und die Amateure eifern dann diesen"Spitzen-Reitern"
nach - und die Gewaltspirale dreht sich immer weiter.
Man sieht festgehaltene, heruntergeriegelte, heruntergezogene, verspannte,
auseinandergefallene Pferde. Pferde, die mit leichter Hand in Leichtheit
und Losgelassenheit im klassischen Sinne als geritten gelten können,
sieht man so gut wie nie!
Nicht nur , aber auch im Dressursport oder auf "Barock-Turnieren"
sieht man fast nur verspannte Pferde und in der Regel sind völlig verspannte
Pferde ganz vorne platziert, auch in Veranstaltungen auf höchstem internationalem
Niveau. Dies ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass nicht nur die Reiter
und die Ausbilder, sondern auch auch die Richter und diejenigen, die für
die Ausbildung und die Richtlinien zuständig sind, nicht über
das entsprechende Wissen verfügen und/oder sich nicht darum kümmern.
Diese Tatsache zeigt eindeutig, dass im Dressursport nicht die Losgelassenheit,
sondern die Verspannung, das Auseinanderfallen und spektakuläres Gestrampel
des Pferdes das angestrebte Ziel ist, um damit die Zuschauer zu beeindrucken.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Verspannung der Pferde
von den Reitern, Zuschauern und auch von den Richtern nicht als solche wahrgenommen
wird, sondern sogar noch bewundert wird, und als das angestrebte Ziel gilt!
Das Pferd ist gestresst, und die Verspannung des Pferdes, seine Aufgeregtheit,
Nervosität wird dann als "Ausdruck" und "Temperament"
bezeichnet, genau so wie übrigens bei den diversen Pferde-Shows die
gerade so "in" sind.
Mit anderen Worten: Die körperliche und mentale Verspannung des Pferdes,
und damit die systematische Schädigung seiner Gesundheit wird bewundert
und für schön gehalten! Dies gilt für die diversen Pferde-Shows
genauso wie für den Pferde-Sport.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Tierärzte, Pferdeosteopathen
und Physiologen ständig Hochkonjunktur haben und alle Hände voll
zu tun haben um die unzähligen geschädigten Pferde mit Verspannungen,
Rückenproblemen, Lahmheiten, Burn-Out Symptomen etc. zu behandeln.
Es gibt viele Anzeichen der Verspannung
eines Pferdes, die nur ein erfahrenes und geschultes Auge erkennt. Es gibt
jedoch auch eindeutige, unmissverständliche Zeichen der Verspannung,
die jeder Laie erkennen kann. |
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Zeichen der
Verspannung,
oder - worauf man achten sollte, wenn man Schaden von seinem Pferd fernhalten
möchte:
An den nachfolgenden Punkten kann man sicher erkennen, ob nach klassischen
Grundsätzen gearbeitet wird.
Sind die unten genannten Anzeichen von Verspannung vorhanden, so ist Leichtheit
und Losgelassenheit nicht vorhanden und die Pferde können im klassischen
Sinne, das heißt, nach der Lehre der oben genannten Meister, nicht
als geritten gelten.
1. Zähneknirschen des
Pferdes ist ein nicht zu überhörendes eindeutiges Anzeichen von
Unzufriedenheit, Unwohlsein, Verspannungen,
Stress oder Schmerzen, genau wie übrigens bei uns Menschen !
Leichtheit und Losgelassenheit fehlen.
Wer sich wohl fühlt, losgelassen, locker ist, der knirscht nicht mit
den Zähnen !
2. Schweifschlagen. Ständiges Schweifschlagen
oder Schweifquirlen ist ein ebenso leicht erkennbares Zeichen der Verspannung.
Leichtheit und Losgelassenheit fehlen.
3. Schlauchgeräusche bei Wallachen
und Hengsten sind ein nicht zu überhörendes Anzeichen der Verspannung.
Leichtheit und Losgelassenheit fehlen. |
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4. Das Pferd ist hinter dem
Zügel, das heißt, die
Nasenlinie des Pferdes ist hinter der Senkrechten, das Pferd ist
zu eng beigezäumt. Das Pferd ist heruntergezogen, festgehalten
und wird gegen das Gebiss getrieben, in die Hand hinein getrieben.
Dies führt mit Sicherheit zu Verspannungen, zum Auseinanderfallen
des Pferdes, es geht mit schleppender Hinterhand und kommt auf
die Vorhand, wie deutlich zu sehen ist auf dem Bild. Viele Ahnungslose
glauben jedoch tatsächlich , sie würden damit dem Pferd
etwas Gutes tun. Dies offenbart ein erstaunliches Mass an Unwissen.
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Aus diesem
Grunde, kann ein Pferd, das hinter dem Zügel geht, nicht als geritten
gelten. Dies gilt von Anfang an und für
alle Stufen der Ausbildung des Pferdes. Dass
ein Pferd nicht hinter dem Zügel gehen darf, weil es das Pferd auf
die Vorhand bringt und seine Gesundheit schädigt, war für die
obengenannten klassischen Meister selbstverständlich, denn sie verfügten
natürlich über das entsprechende Wissen aus der Anatomie und Physiologie
des Pferdes.
Das Pferd hinter dem Zügel gehen zu lassen gilt jedoch bei sehr vielen
als das "Normale". Viele meinen irrtümlicherweise sogar,
dies sei gut für den Rücken des Pferdes und auch gut für
den Muskelaufbau.
Das Gegenteil ist der Fall: Der Rücken wird verspannt, insbesondere
im Lendenbereich, die gesamte Muskulatur wird völlig falsch aufgebaut!
Manche meinen sogar fälschlicherweises, man könne das Pferd auf
diese Weise versammeln, oder die Versammlung fördern oder vorbereiten.
Eine solche Arbeitsweise ist ein deutlicher Beleg für die Abwesenheit
von entsprechendem Wissen über die Anatomie, Physiologie und Bewegungsmechanik
des Pferdes, und steht im krassen Widerspruch zu den Lehren der Meister.
Das Pferd hinter dem Zügel gehen zu lassen führt niemals zur Versammlung,
sondern zu langsamen, schleppenden Gängen auf der Vorhand, die Kruppe
ist dabei nach hinten herausgestellt, das Pferd auseinandergefallen. Diese
langsamen, schleppenden Gänge ohne jegliche Kadenz werden sehr oft,
fast ständig, verwechselt mit Versammlung. |
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5. Die Rollkur
ist eine extreme Form des "hinter dem Zügel" und führt
unweigerlich zu Verspannungen und sehr oft zu schweren Schäden und
kann aus diesem Grunde nicht zugelassen werden.
6. "Vorwärts-abwärts",
"in die Tiefe reiten": Wo man
diese Worte hört, ob beim Reiten oder Longieren, wird mit Sicherheit
nicht nach klassischen Grundsätzen gearbeitet. Was man dabei sieht,
sind auseinandergefallene Pferde, verspannte Pferde, Pferde hinter dem
Zügel, Pferde mit schleppender Hinterhand, Pferd die auf der Vorhand
gehen. Pferde die nach der klassischen Lehre als geritten oder gearbeitet
gelten können sieht man dabei so gut wie nie. Seitengänge dürfen
auf keinen Fall im Trab Vorwärts-Abwärts geritten werden, denn
dies führt unweigerlich zum Auseinanderfallen des Pferdes.
Das allgemein übliche "Vorwärts-abwärts" oder
"in die Tiefe Reiten" führt zur Verspannung des Pferdes
und zur systematischen Schädigung seiner Gesundheit. "Vorwärts-abwärts"
ist keine Gymnastizierung sondern schädlich!
Der Mangel an Wissen und der Unverstand ist offensichtlich grenzenlos!
7.
Das Pferd geht gegen den Zügel,
das heißt, das Pferd drückt gegen die Reiterhand. Dies führt
unweigerlich zu Verspannungen, gilt jedoch bei sehr vielen als das "Normale"
oder sogar als sinnvoll und "anstrebenswert". Manche sagen dazu:
Das Pferd muss "mit Zug"
gehen.
8. "Auf Zug" oder "Mit
Zug" . Wo man diese Worte hört
wird nicht nach klassischen Grundsätzen gearbeitet, sondern man sieht
verspannte, auseinandergefallene Pferde, Pferde hinter dem Zügel,
Pferde, die auf der Vorhand gehen.
"Auf Zug"
und "mit Zug"
sind irreführende und beschönigende Umschreibungen der Tatsache,
dass man das Pferd bewusst gegen den Zügel gehen läßt,
was unweigerlich zur Verspannung des Pferdes führt, und damit auch
zu der Schädigung seiner Gesundheit. Losgelassenheit und Leichtheit
werden dabei ausgelöscht!
9. Schleppende Hinterhand, dabei
oft auch auf dem Boden schleifend, wird verursacht durch fehlerhafte Einwirkungen
des Reiters und führt zu Verspannungen
im Rücken des Pferdes, insbesondere im Bereich der Lendenwirbel.
Wird von den meisten Reitern nicht gesehen
oder wahrgenommen und gilt deshalb bei den meisten als normal. Durch die
schleppende Hinterhand werden die Gelenke falsch und damit übermässig
belastet. Dies kann unter anderem zu Spat führen. Ein Pferd mit schleppender
Hinterhand kann nach der klassischen Lehre nicht als geritten gelten.
10. Schleppende Hinterhand mit nach
hinten heraus gestellter Kruppe und weggedrücktem
Rücken wird verursacht durch fehlerhafte Einwirkungen des Reiters
und ist ein deutliches Kennzeichen der Verspannung. Sehr oft zu sehen,
in allen Gangarten. Wird
von den meisten Reitern nicht gesehen oder wahrgenommen und gilt deshalb
bei den meisten als normal oder sogar als vorbildlich.
Durch die schleppende Hinterhand werden
die Gelenke falsch und damit übermässig belastet. Dies kann
unter anderem zu Spat führen. Ebenso
kann es zu schweren Schäden im Rücken kommen, zum Beispiel "Kissing
Spines". Ein Pferd mit schleppender Hinterhand und herausgestellter
Kruppe kann nach der klassischen Lehre nicht als geritten gelten.
11. Die Benutzung des Begriffes "Halbe
Tritte" ist ein eindeutiger Hinweis,
dass nicht nach klassischen Grundsätzen gearbeitet wird. Halbe
Tritte werden erzeugt durch touchieren
des Pferdes auf der Kruppe, oder auch anderen Stellen der Hinterhand.
Diese Methode führt nicht zur Versammlung sondern zu langsamen, schleppenden
Gängen auf der Vorhand, zu verspannten und auseinandergefallenen
Pferden, und zu fehlerhaften Piaffen und Passagen.
Warum das so ist, können Sie auf der Seite Piaffe
- Passage nachlesen.
12. Das Pferd mit
"Kreuz und Schenkel in die Hand hinein treiben". Wo
man diese Anweisung hört,
wird nicht nach klassischen Grundsätzen gearbeitet, sondern man sieht
in der Regel verspannte, festgehaltene, auseinandergefallene Pferde, die
mit schleppender Hinterhand auf der Vorhand gehen.
13. Hilfszügel, wie: Schlaufzügel,
Dreieckszügel, Martingal, usw. , sowie Kombinierte Reithalfter und
andere künstliche Hilfs-Zäumungen sollte
man nicht verwenden, weder beim Reiten noch beim Longieren, denn sie führen
zur Verspannung des Pferdes, zu einem völlig falschen Aufbau der
Muskulatur und zu einer gründlichen Schädigung der Gesundheit
des Pferdes! Darüberhinaus betrügt der Reiter sich damit selbst.
Die Verwendung von Hilfszügeln ist ein klares Zeichen, dass nicht
nach klassischen Grundsätzen gearbeitet wird.
14. "Das Pferd muss durchs Genick
gehen". Wo man diese Worte hört,
wird mit Sicherheit nicht nach klassischen Grundsätzen gearbeitet.
Man sieht heruntergezogene, heruntergeriegelte, zusammengezogene, verspannte,
auseinandergefallene, auf der Vorhand gehende Pferde.
Pferde, die nach den Grundsätzen der Meister als geritten gelten
können, sieht man dabei so gut wie nie.
15.
Springen und Freispringen ist keine
Gymnastik !, auch wenn das fälschlicherweise
oft gesagt wird. Springen ist Sport
und eine sehr hohe Belastung für den gesamten Bewegungsapparat, Wirbelsäule,
Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder usw...
Häufiges Springtraining und Freispringen
ist aus diesem Grunde ein sicheres Mittel, die Gesundheit des Pferdes
nachhaltig zu schädigen. Leichtheit und Losgelassenheit werden dabei
ausgelöscht!
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Reiten eines ausgebildeten Pferdes mit Leichtheit
Bei diesem Grad der Ausbildung hören
alle sichtbaren Einwirkungen des Reiters auf. Er macht in einer ruhigen,
natürlichen Haltung alle Bewegungen seines Pferdes mit, in anscheinend
vollständiger Untätigkeit, genauso, als wäre er mit seinem
Pferd verwachsen, ein angeborener Teil desselben.
Ausser der Leichtheit und Losgelassenheit gibt es noch weitere Kennzeichen,
die erfüllt sein müssen, damit man von Klassischer Dressur oder
Reitkunst sprechen kann. Diese werden auf meiner Homepage beschrieben.
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